3.100 Unterschriften für den Petriplatz!
Herzlichen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition Petriplatz: wo Berlin begann!
Am Petriplatz ist eine Keimzelle Berlins.
Einst das Zentrum der mittelalterlichen Stadt Cölln an der Spree, mit der St. Petri-Kirche als Mittelpunkt und dem Cöllnischen Rathaus und der Lateinschule an den Flanken, verkörpert er wie kaum ein anderer Standort in Berlin die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
Auch seine heutige Gesichtslosigkeit ist typisch für Berlin. Dieser Platz, der für mehr als 700 Jahre Kirchenstandort war und von dessen Friedhof kürzlich die Gebeine von mehreren Tausend Cöllner Bürgern geborgen wurden, ist ein Berliner Urort. Als solcher steht er für die wechselvolle Stadtgeschichte aber auch für den ungebrochenen Mut der Berliner und für ihre Tapferkeit und Tatkraft mit der sie diese Stadt seit altersher entwickeln und beleben.
Der Petriplatz muss wieder ein lebendiger Ort mit Geschichte und Zukunft im Berliner Zentrum sein, weil ein solcher an der extrem stark befahrenen Gertraudenstraße und angesichts des anonymen Baubestandes vor Ort dringend benötigt wird.
„Kritische Rekonstruktion“ der Innenstadt am Scheideweg.
Vogelschau auf den Petriplatz 2011
Der Berliner Senat plant mit seinem „Planwerk Innere Stadt“ die Renaissance der Innenstadt im historischen Berliner Zentrum.
„Originale Spuren werden bewahrt und neue qualitätsvolle, urbane Lebenswelten geschaffen“, so die Absichtserklärung der Landespolitik.
Am Petriplatz und im Umgang mit der archäologischen Fundstätte entscheidet sich damit auch die Zukunft der Berliner Innenstadtentwicklung: Werden die wenigen erhaltenen Relikte der Gründungsgeschichte unserer Stadt wieder kenntlich gemacht und in die Topografie einer lebendendigen, zukunftsorientierten Stadt eingewoben, oder verliert sich die städtebaulichen Strategie der "Kritischen Rekonstruktion" der Innenstadt in eine inhaltsleere Diskussion über Baukörper?
Ort mit Geschichte und Zukunft.
Ausgrabungen am Petriplatz 2008
Am Petriplatz könnte durch eine individuelle Platzgestaltung ein zutiefst historischer Ort als moderner Platz mit hoher Aufenthaltsqualität und attraktiver Nutzung gewonnen werden.
Die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgeschlagene Überbauung der mittelalterlichen Cöllnischen Lateinschule mit einem archäologischen Besucherzentrum und einem historischen Rundgang auf dem Petriplatz traf deshalb auf einhellige Zustimmung bei Anwohnern, Geschäftsleuten, Politikern und Fachbesuchern. Da die Finanzierung des Vorhabens über EU-Fördermitteln abgesichert war, schien dem Vorhaben nichts mehr im Wege zu stehen. Deshalb ist es umso unverständlicher, warum der Petriplatz seit Abschluss der archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2009 immer noch eine Brachfläche ist und warum das Bauvorhaben noch immer nicht in den Berliner Haushalt aufgenommen wurde. Hier wird eine einzigartige Chance verspielt, der Hauptstadt, ihren Bewohnern und Gästen einen attraktiven, neuen Aufenthaltsort zu geben, der ungewöhnlich, authentisch und urberlinerisch ist.
Deshalb bitten wir Sie mit Ihrer Unterschrift unter die Petition unserer Forderung nach einem unverzüglichen Beginn der Arbeiten zur Neugestaltung des Petriplatzes Nachdruck zu
verleihen.
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wo-berlin-begann.de

